Altlatein bis Spätlatein
Der Begriff Altlatein beschreibt eine von mehreren Sprachstufen bei der Entwicklung des Lateins. Dem Altlatein ging das Frühlatein voraus. Das Frühlatein begann im siebten oder sechsten Jahrhundert vor Christus und dauerte bis zum Jahre 240 vor Christus an. Dann folgte das Altlatein.
Diese Phase dauerte ungefähr bis zum Jahre 75 vor Christus an. Den Latein Name klassisches Latein, die auf das Altlatein folgende Phase, verwendet man erst ab dem ersten Drittel des ersten Jahrhunderts vor Christus. Die Epoche des klassischen Lateins prägte die Entwicklung des Lateins sehr stark, denn beispielsweise das Latein Cicero oder von sonstigen Vertretern veränderten den Latein Wortschatz und die Latein Grammatik sehr stark. Nach dem klassischen Latein, welches über mehrere hundert Jahre allerdings kaum verändert wurde, folgte die Epoche des Spätlateins. Diese Epoche erstreckt sich zwischen dem zweiten und dem siebten oder achten Jahrhundert nach Christus. Diese Sprache enthält sehr viele Vulgarismen, also derbe oder ordinäre Wörter des Latein Wortschatz.
Es entwickelte sich das Vulgärlatein, welches von den Bürgern im Römischen Reich gesprochen wurde. Mit dem Spätlatein war die Entwicklung beziehungsweise Weiterentwicklung des Lateins natürlich noch nicht abgeschlossen. Es folgt das Mittellatein. Dessen Beginn wird zwischen dem sechsten und dem neunten Jahrhundert datiert. Der Begriff Mittellatein umfasst viele verschiedene Formen der lateinischen Sprache des europäischen Mittelalters. Die Abgrenzung von Spätlatein zu dem darauf folgenden Neulatein ist aber eher schwierig. Das Neulatein begann ungefähr im 17. Jahrhundert und dauert noch bis heute an. Es kam während der Renaissance auf und ist am klassischen Latein ausgerichtet. Die einzelnen Epochen überschneiden sich aber immer wieder am Anfang und Ende.