Anatomische Nomenklatur – Lateinische und griechische Vokabeln



Für die Bezeichnung von Körperteilen von Lebewesen wurde eine einheitliche Nomenklatur entwickelt. Dies wurde bereits seit der Antike versucht. Sie sollte das Ziel haben, dass alle Fachkundigen, egal aus welchem Land, dieselben Begriffe für die gleichen Körperteile verwenden.

Dieses Ziel wurde auch, zumindest teilweise, erreicht. Teilweise aus dem Grund, da es eine Vielzahl von verschiedenen Bezeichnungen für dieselben Körperteile gibt. Des Weiteren werden oftmals Unterteilungen von Organen oder Muskeln je nach Begriff anders definiert. Dass diese Vielzahl unterschiedlicher Bezeichnungen zustande kam, ist jedoch durchaus einleuchtend, denn schließlich wird seit der Antike daran gearbeitet.

Für diese anatomische Nomenklatur wurden 400 Latein Vokabeln und 200 griechische Vokabeln verwendet. Diese wurden so zusammengesetzt, dass sich insgesamt 8.000 anatomische Bezeichnungen ergaben. Diese Vielzahl wird dadurch erreicht, dass eine anatomische Bezeichnung immer aus mindestens zwei Teilen mit je einem Wort besteht. Der erste Teil des Namens gibt die Art des Körperteils an, zum Beispiel, ob es sich um ein Gelenk oder um eine Öffnung handelt. Als Beispiele für den ersten Teil eines Namens kann man mehrere Bezeichnungen anführen.

Eines solcher Beispiele wäre die Latein Vokabel “Apertura” für Öffnung. Weitere Beispiele sind die lateinischen Wörter “Articulatio” für Gelenk oder “Bursa” für Schleimbeutel. Die Latein Vokabel für Gelenk wird übrigens mit “Art.” abgekürzt, die Latein Vokabel für Schleimbeutel mit “B.”. Beim zweiten Teil der Bezeichnung handelt es sich oftmals um eine Angabe zum Ort des Körperteils. Mit “tibialis” wird ausgedrückt, dass sich der besagte Körperteil am Schienbein befindet, mit “renalis” dagegen, dass der Körperteil in oder an der Niere ist.