Stellt man jemandem die provokative Frage: „Warum heißt es eigentlich ‚Exlibris‘, wenn es sich doch in den Büchern befindet?“, so bekommt man von einem Lateinkundigen sofort die Übersetzung präsentiert, es heiße „aus den Büchern“ (ex = aus, libris = den Büchern). Eine genaue Aufklärung darüber, woher oder warum das Exlibris überhaupt diesen scheinbar seiner Funktion so entgegen gesetzten Namen hat, wird aber nur selten mitgeliefert.
Wenn einem etwas gehört, möchte man voll Stolz seinen Besitz kennzeichnen. Diese Möglichkeit haben auch Sie auch selbst mit der Hilfe eines sogenannten Exlibris Stempel. Diesen können Sie im online Shop von stempel-bestellen.com ganz einfach und schnell bestellen.
Das war früher nicht anders als heutzutage. Bevor sich Bücher durch Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks schneller drucken und verbreiten ließen, waren bereits handschriftliche Besitzvermerke in den Exemplaren der Klosterbibliotheken üblich.
Mit Beginn der ersten ‚Bücherschwemme‘ verbreitete sich auch das Bibliothekswesen. Nun wurde es möglich, kleine Zettelchen ganz nach dem Wunsch der Buchbesitzer mit den verschiedensten Motiven zu bedrucken, die dann vorn in die Bücher eingeklebt wurden. „Aus den Büchern“ bedeutet somit, das Werk stammt „aus meiner Bibliothek“.
Die ersten Exlibris tauchten als Holzschnitte Ende des 15. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum auf und waren ursprünglich reine Besitzernachweise. Ihr wichtigstes Motiv war das Wappen. Bald fanden sie auch in den Nachbarländern Anhänger und entwickelten sich Ende des 19. Jahrhunderts schließlich zu Sammlerobjekten. Berühmte Künstler wie Albrecht Dürer, Hans Holbein d. J. und Lucas Cranach d. Ä. haben Exlibris gestaltet, besonders schön sind auch viele Motive der Jugendstilzeit.
Neben der zarten Papierform lassen sich die Eigentumsnachweise inzwischen auch mit dem Stempel in die Bücher drücken. Sowohl in Bezug auf die optische Gestaltung als auch in Hinsicht auf die Herstellungsverfahren hat sich die Verschiedenartigkeit der Objekte enorm ausgeweitet und bietet Sammlern ein riesiges Betätigungsfeld.
Heute existieren neben Deutschland in ca. 30 weiteren Staaten weltweit Exlibris-Gesellschaften, die sich der Pflege und Sammlung von Exlibris verschrieben haben.