Frühlatein



Die früheste Phase des Lateinischen wird als Frühlatein bezeichnet. Dieses Latein ist nur durch wenige Inschriften belegt. Diese Phase begann ungefähr im siebten oder sechsten Jahrhundert vor Christus und dauerte bis in die Mitte des dritten Jahrhunderts vor Christus an. Der soeben erwähnte Zeitraum wird belegt mit Inschriften, die man gefunden hat. Aus dem siebten Jahrhundert ist eine Inschrift bekannt, die Manios-Spange mit einem lateinischen Text.

Allerdings wird von vielen Wissenschaftlern dieser Text als Fälschung aus dem 19. Jahrhundert angesehen. Außerdem wird auch angezweifelt, ob die Wörter des Textes wirklich eine lateinische Identität haben. Sollte es sich wirklich um eine Fälschung handeln, dann wäre eine Inschrift auf einer Vase das älteste uns heute bekannte Fundwerk mit einer lateinischen Inschrift. Diese Vase stammt aus dem Beginn des sechsten Jahrhunderts. Wie bereits schon am Anfang erwähnt, ist das Frühlatein die erste Phase in den verschiedenen Epochen bei der Entwicklung des Lateins.

Auf das Frühlatein folgte das Altlatein. Dessen Epoche wird vom Jahre 240 vor Christus bis zum Jahr 75 vor Christus datiert. Darauf folgt bis zum ersten Jahrhundert nach Christus die Epoche des klassischen Lateins. Das Latein dieser Phase wurde von den gebildeten Bürgern des Römischen Reichs gesprochen, auch das Latein Caesar gehört zum Klassischen Latein, war aber etwas vereinfacht. Auf das klassische Latein folgten das Spätlatein und das Mittellatein. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert war die Epoche des Humanistischen Lateins. Danach begann die Phase des Neulateins, welches bis in die Gegenwart andauert. Das Neulatein ist das Standard Latein, das bei lateinischer Literatur in der heutigen Zeit verwendet wird.