Klassisches Latein



Das Klassische Latein ist eine ehemalige Literatursprache, welche hochstilisiert ist und sich eigenständig aus dem Altlateinischen entwickelt hat. Die früheste lateinische Literatur unterscheidet sich von dieser Literatursprache. Die gebildeten Bürger des Römischen Reiches sprachen dieses klassische Latein. Im Gegensatz dazu sprach das normale Volk in dieser Zeit das sogenannte Vulgärlatein. Das Latein Cicero, das Latein Ovid, oder das Latein von Ovid oder Caesar sind Repräsentanten des klassischen Lateins. Der Unterschied zwischen Vulgärlatein und klassischem Latein liegt in der Latein Grammatik und dem Vokabular. Mit der Zeit kam mit der Aussprache noch ein weiterer Unterschied hinzu. Bis zum ersten Jahrhundert nach Chr. kann man von einer im großen und ganzen Einheit im sprachlichen Bereich des Lateins ausgehen. Erst mit dem Beginn des Römischen Kaiserreichs differenzierte sich diese Einheit.

Zwischen dem klassischen und dem Vulgärlatein verschwanden die Gemeinsamkeiten immer mehr. Im ersten Jahrhundert nach Christus kam die Entwicklung des klassischen Lateins dann zum Stillstand. Ganz im Gegenteil dazu entwickelte sich das Vulgärlatein, das immer mehr Innovationen aufwies. In den verschiedenen Epochen des Lateins hat das klassische Latein eine eigene Epoche. Diese dauerte von ungefähr 75 vor Christus bis ins erste Jahrhundert nach Christus an. Vor dem klassischen Latein gab es die Zeit des Frühlateins und die Zeit des Altlateins. Das Frühlatein dauerte bis zum Jahre 240 vor Christus an. Das Altlatein überbrückte dann die restliche Zeit bis zum klassischen Latein. Die Epoche des Altlateins begann also ungefähr 240 Jahre vor der Geburt Christi und dauerte bis zum Jahr 75 vor Christus an.