Latein
Latein ist eine indogermanische Sprache. Die lateinische Bezeichnung lautet lingua latina, was so viel bedeutet wie lateinische Sprache. Die Bewohner von Latium, Laterin genannt, sprachen diese Sprache ursprünglich. Das Zentrum von Latium war Rom. Zur Zeit des Römischen Reichs war diese Sprache die Amtssprache, wodurch Latein zur dominierenden Verkehrssprache der damaligen Zeit wurde. Heutzutage hat Latein keine Muttersprachler mehr, weshalb man bei Latein von einer toten Sprache spricht. Allerdings ist Latein die Amtssprache vom Staat der Vatikanstadt.
Viele Gelehrte verfassten ihre Werke in Latein. Dazu gehörten Newton, Luther, Erasmus, Kopernikus, Descartes oder Petrarca. Vor dem 19. Jahrhundert war Latein auch in Polen und Ungarn die Amtssprache. Vorlesungen an der Universität wurden zu diesem Zeitpunkt in ganz Europa in Latein gehalten. Des Weiteren ist Latein in heutigen nichtromanischen Sprachen wie Deutsch oder Englisch immer noch präsent in vielen Fremdwörter und Redewendungen.
Wenn neue Fachbegriffe gebildet werden, wird immer wieder auf Latein zurückgegriffen. Auch heutzutage noch wird in vielen Schulen Latain als Schulfach angeboten. Dies ist vor allem in Deutschland der Fall. Für manche Studiengänge sind Lateinkenntnisse eine Grundvoraussetzung. Ein Drittel aller Gymnasiasten in Deutschland, Österreich und der Schweiz lernen Latein als eine von drei möglichen Fremdsprachen.
Dies kann die erste, die zweite, aber auch die dritte Fremdsprache sein. Zudem wird Latein oftmals als freiwillige Arbeitsgemeinschaft angeboten. Da dies freiwillig ist, wird dies entsprechend mit einem Zertifikat gewürdigt. Die Zahl der Schüler, die Latein lernen, steigt vor allem in Deutschland seit ungefähr zehn Jahren deutlich an. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Latein kann nach der Schulzeit auch studiert werden, möglich ist dies an allen größeren Universitäten. Latinistik gehört zum Bereich der klassischen Philologie.