Lateinische anatomische Nomenklatur
Es gibt in der Medizin die sogenannte anatomische Nomenklatur. Mit dieser werden alle möglichen Körperteile von Lebewesen bezeichnet. Entwickelt wurde die anatomische Nomenklatur aus der lateinischen Sprache, also mit lateinische Vokabeln. Sie soll es Fachkundigen ermöglichen, mit denselben Begriffen immer die gleichen Körperteile zu beschreiben. Da die lateinische Sprache voraussichtlich nicht mehr weiterentwickelt wird, da sie eine sogenannte tote Sprache ist, eignet sie sich sehr gut für die anatomische Nomenklatur.
Außerdem ist die Verwendung der lateinischen Sprache hierfür auch historisch bedingt, da Latein vor allem im Mittelalter an allen Universitäten gesprochen wurde und auch viele Wissenschaftler ihre Werke in Latein veröffentlichten. Im Folgenden werden nun einige Beispiele angeführt für Körperteile, wie diese im Deutschen lauten, und wie deren Übersetzung in Latein lautet, also die Bezeichnung in der anatomischen Nomenklatur.
Für Schleimbeutel gibt es die Bezeichnung “Bursa”. Das Kürzel für Bursa lautet schlicht und einfach “B.”. Ein Gelenk, egal welches, wird mit “Articulatio” bezeichnet und mit “Art.” Abgekürzt. Um welches Gelenk genau es sich handelt, wird dann im zweiten Teil des Namens genauer bestimmt, da es sehr viele verschiedene Gelenke gibt. Für solche Fälle bestehen die Bezeichnungen in der anatomischen Nomenklatur aus mehreren Teilen. Der erste Teil ist eine sehr grobe Einordnung, wie beispielsweise die Einordnung in die Gruppe Gelenke.
Im zweiten Teil des Namens wird der bestimmte Körperteil dann noch weiter bezeichnet. Diese Bezeichnung können Hinweise zur Länge, Größe, Farbe, Lage oder zum dazugehörigen Organ sein. Sollte auch die zweite Bezeichnung noch nicht ausreichen, so gibt es die Möglichkeit eines dritten oder sogar vierten Teils des Namens.