Lateinische Aussprache – Latein Vokabel



Die lateinische Aussprache ist die Phonetik des klassischen Lateins wie es zu Zeiten von Caesar und Cicero von gebildeten Sprechern ausgesprochen wurde. Diese wurde von Linguisten rekonstruiert. Phonetik ist ein Teil der Lautlehre und untersucht die Faktoren und Komponenten von sprachlichen Lauten. Sie ist ein eigenständiges Fachgebiet zwischen Linguistik, Biologie, Akustik, der Medizin und weiteren Wissenschaften.

Diese lateinische Aussprache unterscheidet sich von der Deutschen Aussprache des Lateins und somit von dem Schullatein, das im Unterricht vermittelt wird, denn diese wird von Aussprachegewohnheiten der Muttersprache beeinflusst. Die Aussprache des Lateins hatte sich im Mittelalter und in der frühen Neuzeit vom klassischen Standard entfernt, da dieser nur unzureichend bekannt war. Im 19. Jahrhundert wurde dann wieder versucht, die klassische Aussprache wieder einzuführen. Damit wurde erreicht, dass zumindest Teile der klassisch-lateinischen Aussprache wieder eingeführt wurden. Ein Beispiel dafür ist das „c“, das als [k] ausgesprochen wurde, so wie es auch von einem berühmten Gelehrten im ersten Jahrhundert nach Christus ausgesprochen wurde.

Allerdings wurde um 1930 aufgrund eines Dekrets der Nationalsozialisten wieder damit begonnen, die Aussprache des Schul- und Universitätslatein einzudeutschen. Dies wurde erreicht, indem lateinische Wörter nach der deutschen Aussprachetradition gelesen wurden. Wie man lateinische Vokabeln ausspricht, ist inzwischen international allgemein üblich geworden. Allerdings ist diese nicht durchgängig auf Originaltreue der klassischen Aussprache bedacht.

Jeder Sprecher muss daher für sich selbst entscheiden, ob er eine Latein Vokabel nach den klassischen Regeln oder nach den Regeln, die er im Schulunterricht gelernt hat, ausspricht. Keine der beiden Möglichkeiten ist falsch. Die Schulaussprache ist auf keinen Fall falsch, denn sie entspringt einer Weiterentwicklung der lateinischen Sprache über zweitausend Jahre.