Lateinische Literatur (Goldene Latinität)
Zur Zeit des Römischen Reichs wurde die Literatur fast ausschließlich in Latein verfasst. Die verschiedene Perioden der lateinischen Literatur kann man unterteilen in Goldene Latinität und Silberne Latinität. Auf diese beiden Perioden folgt die spätlateinische Literatur. Die Goldene Latinität umfasst die Periode vom Anfang des ersten Jahrhunderts vor Christus bis ungefähr fünfzig Jahre nach der Geburt Christi. Bis zum Ende des zweiten Jahrhunderts folgt dann die Silberne Latinität. Darauf dann wiederum, wie bereits erwähnt, die spätlateinische Literatur, welche bis zur Entwicklung der Romanischen Sprachen andauerte. Als Gegenstück zur spätlateinischen Literatur gibt es die frühlateinische Literatur, welche den Zeitraum von ungefähr 240 bis 90 vor Christus umfasst.
Diese Epoche war recht stark von griechischen Vorbildern abhängig. Der größte Teil der Stoffe dieser Periode sind leider verloren, nur noch wenige größere zusammenhängende Texte sind erhalten. Während der goldenen Latinität fanden in der römischen Republik blutige Bürgerkriege statt und die Monarchie wurde abgelöst unter Kaiser Augustus. Die in dieser Periode entstandenen Werke spiegeln die Auseinandersetzung mit der griechischen Kultur und Literatur wider. Es entstanden in dieser Zeit viele bedeutende Werke in allen Gattungen.
In dieser Zeit verfasste Cicero in der Prosa ein Latein Buch nach dem anderen. Seitdem ist in Latein Cicero das Maß aller Dinge und ist auch die Vorlage für das an der Schule gelehrte Latein. Vor allem der römische Lehrer Quintilian sorgte für die Verbreitung der Werke Ciceros. Doch nicht nur Cicero ist bedeutend aus dieser Zeit, sondern auch das Latein Catull oder das Latein Ovid im Bereich des Epos. Das Latein Sallust ist berühmt im Bereich Sach- und Fachliteratur.