Lateinische Literatur (Silberne Latinität)
Die Literatur, welche in der Zeit der Römischen Republik und des Römischen Reichs verfasst wurde, wurde zum größten Teil in Latein geschrieben. Im Nachhinein hat man diese Zeit der Literatur in frühlateinische Literatur, Goldene Latinität, Silberne Latinität und spätlateinische Literatur unterteilt.
Auf die Goldene Latinität, welche im letzten Jahrhundert vor Christus begann, folgte die Silberne Latinität, ungefähr im Jahre fünfzig nach Christus. Während der silbernen Latinität war die frühe und hohe Kaiserzeit. In dieser Zeit löste sich die lateinische Dichtung mehr und mehr von den griechischen Vorbildern, die aber trotzdem immer noch Bedeutung hatten. Die Werke der Silbernen Latinität standen in Auseinandersetzung mit den Werken der Goldenen Latinität, da diese bereits als klassisch angesehen wurden. Wie auch bereits in der Goldenen Latinität entstanden auch in dieser Phase viele bedeutende Texte.
Ein bedeutender Schriftsteller war in dieser Zeit Seneca. Sein Stil wurde allerdings nicht so sehr nachgeahmt, wie der von Cicero, brachte aber trotzdem prägende Faktoren und Einschnitte in die lateinische Sprache. Während Seneca noch lebte, war er ein sehr beliebter Autor und seine Latein Texte oder Bücher wurden vor allem von der Jugend sehr gerne gelesen. Später wurden seine Werke jedoch nicht mehr so gerne gelesen, da er einen sehr zerhackten Stil beim Schreiben hatte.
Die Silberne Latinität wird deswegen in drei Unterepochen nochmals eingeteilt. Die erste ist die Zeit Senecas, die zweite wird als Manierismus und Klassizismus bezeichnet und die dritte und letzte wird Achaismus genannt. Seneca trug den Beinamen der Jüngere, da sein Vater ebenfalls Schriftsteller war und denselben Namen trug.