Lateinische Literatur (spätlateinische Literatur)



Die Literatur des Römischen Reichs und der Römischen Republik trägt den Namen Lateinische Literatur. Wie dieser Bezeichnung schon entnehmen ist, wurde diese Literatur in Lateinisch verfasst, obwohl auch das Griechische zu dieser Zeit eine bedeutende Rolle spielte. Die Zeitspanne, in der die bedeutenden Werke der lateinischen Literatur entstanden sind, wurde unterteilt in die frühlateinische Literatur, die Goldene Latinität, die Silberne Latinität und die spätlateinische Literatur.

Eine alternative Bezeichnung für spätlateinische Literatur ist die Formulierung „die heidnische und christliche lateinische Literatur der Spätantike“. Wie dieser Formulierung zu entnehmen ist, beinhaltet die spätlateinische Literatur die verfassten Werke während der Spätantike.

Diese dauerte von ungefähr 300 bis 600 nach Christus an. Manche der in dieser Zeit verfassten Werke spiegeln einen Verfall der Sprache wider, andere dagegen halten sich bis kurz vor dem Beginn des Mittelalters immer noch an das alte Stilmittel Latein mit seinen alten Formen und Stoffen. Des Weiteren haben in dieser Zeit viele christliche Schreiber Werke in Latein verfasst. Ein letztes bedeutendes Latein Buch wurde im 6. Jahrhundert von Corippus verfasst. In der Spätantike fand ein Bücherverlust statt. Wegen dieses Bücherverlustes gingen viele lateinische Werke dieser Zeit verloren. Doch nicht nur lateinische Werke waren davon betroffen, sondern auch griechische.

Die Gründe für den Bücherverlust sind unklar und umstritten. Ein möglicher Grund könnte die Vernichtung christlicher Schriften während der Christenverfolgung sein. Auch wurden durch kriegerische Zerstörungen viele Buchbestände vernichtet. Des Weiteren wurde auch der Stoff, der beschrieben wurde, verändert. Anstatt Papyrus wurde Pergament verwendet und die Schriftrolle wurde durch Codex ersetzt. Diese Veränderung der Medien und der Schrift stellten auch eine Barriere für das Überliefern der Werke dar, denn wenn diese nicht umgeschrieben wurden, so gingen sie verloren.