Ein Begriff, der ebenfalls zum großen und umfassenden Gebiet Latein gehört, ist der sogenannte Lateintanz. Das Wort Lateintänze würde dieses genauer beschreiben, da es verschiedene lateinische Tänze gibt. Lateintänze haben jedoch nichts direkt mit der lateinischen Sprache oder deren Ursprung und ursprünglichem Gebiet zu tun, sondern hängen eher mit dem Begriff Latein America zusammen.
Die Chronik der lateinamerikanischen Tänze beginnt damit, dass im 16. Jahrhundert die afroamerikanischen Tänze nach Europa kamen. Die afroamerikanischen Tänze hatten jedoch eigentlich nichts mit den lateinischen Tänzen zu tun, die uns heute bekannt sind. Die lateinischen Tänze begannen erst um das Jahr 1870. Damals tanzten Brasilianer zu kubanischer Musik eine Vorstufe des Samba-Tanzes. Samba ist einer der Tänze, die zu den lateinamerikanischen Tänzen zählen. Die Samba hat einen sehr eleganten und leichtsinnigen Charakter, die die Schönheit der Körper der Tanzenden hervorheben soll.
Die Musik, die zu Samba-Tänzen gespielt wird, ist nicht all zu schnell, aber leicht und steht im 2/4 Takt. Ein weiterer Tanz, der zu den Latein Tänzen gehört, ist der Cha-Cha-Cha. Bei diesem Tanz steht das Miteinander der beiden Tanzpartner im Vordergrund. Die Freude und die Faszination der Partner soll bei diesem Publikumstanz durch ein aufgewecktes und aggressives Tanzen vermittelt werden.
Die Musik, die zum Cha-Cha-Cha gespielt wird, ist schnell und steht im 4/4 Takt. Ebenfalls zu den Lateintänzen gehörten die Tänze Rumba, Paso doble und Jive. Der letztgenannte Tanz ist ein sehr temperamentvoller und spritziger Tanz, bei dem die Tänzer sehr leicht und unbekümmert tanzen. Die Tänzer betonen mit ihren Schritten zudem die musikalischen Akzente, zum Beispiel die Synkopen.